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Urheberrecht & Urheberdank

Daisystory #003

Gestern hab ich unser „poor-man-copyright“-Dokument auf die Post gebracht. Statt unsere Songrechte für teure Gebühren bei einer Urheberrechts-Gesellschaft anzumelden, haben wir für uns eine einfache, aber wirksame Lösung gefunden. Das geht so: man packt Noten, Text und die Master-CD mit dem Song in ein Kuvert, verschliesst es gründlich und schickt es per Einschreiben an sich selbst! Das Datum des Poststempels und das ungeöffnete Kuvert mit dem Beweis der geistigen Leistung darin zählt im Streitfall als offiziell datiertes Dokument. Wichtig ist nur, dass man dies vor der Veröffentlichung des Songs erledigt.

Eine eindeutig dokumentierte Urheberschaft ist erforderlich, damit wir Kunstschaffenden von Streamingdiensten und Rechteverwertungsgesellschaften ausbezahlt werden können.

Kürzlich brachte mich folgendes Zitat auf den Gedanken, dass es neben dem Urheberrecht auch einen „Urheberdank“ gibt:

„Kommt, lasst uns anbeten, uns niederbeugen vor Ihm! Lasst uns vor Jahwe niederknien, der uns erschuf! Denn Er ist unser Gott und wir sind sein Volk.“

Ein Song kann mir nicht danken, denn er hat zwar einen Rhythmus, aber keinen Herzschlag. Songs können voll Emotionen sein und sind doch keine Lebewesen. Wir Menschen aber schon… Und auch wir haben alle einen Urheber, der ein Urheberrecht hat! Was uns von allen anderen Geschöpfen unterscheidet, ist die Fähigkeit, an unseren Schöpfer zu denken – und ihm überwältigt, staunend, beschenkt und ehrfürchtig zu danken, dass wir leben! Das ist wohl Urheberdank. Jetzt bekomme ich echt gerade Hühnerhaut.

Hast du dich schon einmal bewusst als Kunstwerk wahrgenommen? Bist du in Gedanken schon soweit zurück gegangen bis zu deinem Urheber?

Quelle des Zitats: Bibel, Psalm 95, Vers 5-6

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